Küchle, Krapfen und Funken bei uns im Allgäu

Wenn der Winter zum Endspurt ansetzt, ist die Zeit der Krapfen, Küchle und Funkenfeuer bei uns im Allgäu. Doch was hat’s mit diesen Bräuchen auf sich?

Wir im Allgäu schätzen einfache und genussreiche Gerichte. Das hat auch seinen historischen Hintergrund: Früher war bei den Allgäuer Bauern meistens nicht viel außer den Grundnahrungsmitteln vorhanden – also schufen unsere Vorfahren über Jahrhunderte hinweg das Können, aus diesen simplen Zutaten etwas ganz „Bsunders“ zu machen. Das Funkenküchle ist so eine wohlschmeckende Spezialität, die aus wenigen unspektakulären Zutaten etwas Leckeres macht.

Was braucht es zum Funkenküchle backen? Mehl, ein bisschen Salz, Milch, Hefe, Eier, wenig Butter und Zucker – und natürlich das Ausbackfett.

Kennst Du noch den Duft, wenn Krapfen oder Küchle gebacken werden? Für mich ist das ein absoluter Geruch meiner Kindheit: Das heiße Butterschmalz gibt ein ganz eigenartiges, intensives „Gschmäckle“ an die Umgebung ab – und die Klamotten wie die gute Stube tragen tagelang den Krapfen- und Küchleduft in sich.

Auch bei uns gibt’s die Krapfen und Küchle zum Funkensonntag. Jedes Jahr am Sonntag nach Aschermittwoch werden die Funkenfeuer angezündet. Bei uns in Burgberg ist der Funkenplatz auf einer Anhöhe über dem Ort, von den Alpzitt Chalets in wenigen Gehminuten leicht zu Fuß zu erreichen. Dort wird um Punkt 19 Uhr das Funkenfeuer gestartet – und mit der Funkenhex, die (wenn alles geklappt hat) in Flammen aufgeht, wird symbolisch der Winter ausgetrieben.

Übrigens: Auch von den Alpzitt Chalets aus hast Du einen guten Blick auf den Burgberger Funken! Wenn Du‘s also lieber wohlig warm hast, hol Dir doch einfach einen Extra-Korb Holz bei uns an der Rezeption. Mach Dir Deinen persönlichen Funken im Kachelofen und betrachte das Spektakel vom Fenster oder von der Terrasse aus!

 

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